Zweites Leben für zehn Rostocker Straßenbahnen

Zweites Leben für zehn Rostocker Straßenbahnen

08.04.2026

Karls kauft Bahnen des Typs 6N1


Zehn Rostocker Straßenbahnen des Typs 6N1 bekommen eine neue Perspektive: Im März haben Karls und die RSAG einen Vertrag über den Kauf der Fahrzeuge geschlossen. Damit werden die Bahnen vor der vollständigen Aussonderung bewahrt und erhalten ein zweites Leben außerhalb des regulären Linienbetriebs.

Drei der zehn Bahnen kommen künftig im Erlebnis‑Dorf Rövershagen zum Einsatz und bleiben damit weiterhin im öffentlichen Raum sichtbar. Der Transport nach Rövershagen ist bereits für Mai vorgesehen.

Sieben weitere Fahrzeuge werden zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt und nach Elstal bei Berlin überführt. Bis dahin bleiben sie noch im Einsatz und bringen weiterhin Fahrgäste durch unsere Hansestadt.

Das ist der Hintergrund

Nach rund 30 Jahren im täglichen Einsatz erreichen Straßenbahnen in der Regel ihr technisches Lebensende. Verschleiß, veraltete Technik und eine nachlassende Substanz machen einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb oft unmöglich. Auch die Bahnen des Typs 6N1 haben diese Altersgrenze erreicht. Viele Fahrzeuge weisen nach zahlreichen Betriebsjahren oder infolge von Unfällen erhebliche Schäden auf.

In den vergangenen Monaten wurden zunächst gezielt die am besten erhaltenen Fahrzeuge dieses Typs umfassend saniert. Diese zehn Bahnen bleiben dem Rostocker Straßenbahnnetz erhalten und sind für weitere zehn Jahre zuverlässig im Linienbetrieb unterwegs.

Für den Verkauf an Karls wurden darüber hinaus weitere zehn Bahnen ausgewählt, die sich, neben den bereits sanierten Fahrzeugen, noch in einem vergleichsweise guten Zustand befinden.

Vorbereitung der Bahnen auf den Umzug

Bevor die Fahrzeuge den Betriebshof verlassen, leisten sie noch einmal wertvolle Dienste für den laufenden Betrieb. Aus den nicht weiter genutzten Straßenbahnen werden zahlreiche Bauteile ausgebaut, die künftig als Ersatzteile für die modernisierten Fahrzeuge dienen.

Diese Bauteilesicherung ist besonders wichtig, da viele Komponenten nach rund 30 Jahren nicht mehr hergestellt werden. Nach dem Ausbau der Ersatzteile werden die betreffenden Fahrzeuge schließlich ausgesondert. So tragen auch die außer Dienst gehenden Bahnen weiterhin zur Stabilität und Verlässlichkeit unseres Straßenbahnbetriebs bei.

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