Mit drei besonderen Veranstaltungen wurde im Juni 2026 an das Leben und Wirken von Richard Siegmann erinnert.
Die Auftaktveranstaltung zum Siegmann-Jahr, die Eröffnung der Ausstellung im Max-Samuel-Haus sowie der Besuch der Familie Siegmann bei der Rostocker Straßenbahn AG verbanden Geschichte, Erinnerung und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise.
17. Juni 2026 – Auftakt zum Siegmann-Jahr
Den Auftakt bildete die Eröffnungsveranstaltung zum Siegmann-Jahr 2026 im Circus Fantasia am Rostocker Stadthafen. Unter dem Motto „Stärkung des demokratischen Miteinanders – ganz praktisch und konkret“ stand die Stärkung demokratischer Werte im Mittelpunkt des Abends. Lesungen der Schauspielerin und Regisseurin Sandra-Uma Schmitz, Gespräche mit den Gästen sowie der Ausblick auf die Bewerbungsphase der Richard-Siegmann-Medaille prägten die Veranstaltung. Beim anschließenden Get-together klang der Abend in geselliger Atmosphäre aus.
18. Juni 2026 – Eröffnung der Ausstellung im Max-Samuel-Haus
Am zweiten Tag wurde im Max-Samuel-Haus die Ausstellung „Die Schatzkiste aus Amerika – von Rostock nach Florida und zurück. Die Familie Siegmann aus Rostock“ feierlich eröffnet.
Zu diesem Anlass reiste Richard Siegmanns Enkeltochter gemeinsam mit ihrer Familie aus den USA nach Rostock. Im Mittelpunkt stand die Übergabe einer über Generationen bewahrten Schatzkiste, die Dokumente, Briefe, Fotografien und persönliche Gegenstände der Familie enthält. Die außergewöhnliche Sammlung dokumentiert eindrucksvoll mehr als 100 Jahre Familiengeschichte – von Richard Siegmanns Wirken als Direktor der Rostocker Straßenbahn über die Verfolgung der Familie während der NS-Zeit bis hin zur Flucht in die USA und dem Neuanfang in Florida.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch die Vorstellung des Buches des Historikers Alexander Walther. Das Ausstellungsprojekt entstand in Zusammenarbeit der Richard-Siegmann-Stiftung mit dem Max-Samuel-Haus.
19. Juni 2026 – Besuch bei der RSAG
Den Abschluss der drei Tage bildete der Besuch von Richard Siegmanns Enkeltochter und ihrer Familie bei der Rostocker Straßenbahn AG. Dort erhielten sie Einblicke in das Unternehmen, das Richard Siegmann über viele Jahre als Direktor maßgeblich geprägt hatte.
Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung der nach Richard Siegmann benannten Straßenbahn. Für die Familie bot sich die Gelegenheit, den Spuren ihres Großvaters an einem Ort zu folgen, der bis heute eng mit seinem Wirken verbunden ist. Der Besuch bildete einen würdigen Abschluss der drei Gedenktage und verdeutlichte, dass Richard Siegmanns Wirken auch heute noch einen festen Platz in der Geschichte der Rostocker Straßenbahn hat.